Bildung, Visualität, Subjektivierung - Sichtbarkeiten und Selbstverhältnisse im partizipativen Web : Ringvorlesung "Medien und Bildung": Kontrolle und Selbstkontrolle in Bildungsprozessen

Link:
  • https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/158
Autor/in:
Beteiligte Personen:
  • Regionales Rechenzentrum der Universität Hamburg/ MCC/ Lecture2Go
  • *mms-elb
Verlag/Körperschaft:
Universität Hamburg
Erscheinungsjahr:
2009
Medientyp:
Audiovisuell
Schlagworte:
  • Medien
  • Bildung
  • Erziehungswissenschaft
  • Allgemeines Vorlesungswesen
Beschreibung:
  • Subjektivität lässt sich, spätestens seit Heideggers Subjektkritik, nicht mehr als ursprüngliche, vorgängige Selbstmächtigkeit verstehen. Die Macht des Subjekts verdankt sich vielmehr dem, was es als subiectum schon wörtlich ist, nämlich Akten der Unterwerfung. Michel Foucaults Analyse des Panopticons als Disziplinartechnologie, die als visuelle (architektonische) Konstellation, als Seh-Maschine, funktioniert, führt diesen Gedanken weiter und konkretisiert ihn. Subjektivierung erscheint damit als ein Effekt einer gesellschaftlichen Praxis, die wesentlich auf der Internalisierung des fremden Blicks beruht. Das Subjekt steht oder entsteht in einem Feld der Sichtbarkeit, das wir heute als performativ bezeichnen. Visualität, Macht und Reflexivität erscheinen darin als untrennbar miteinander verbunden. Insofern existiert eine verzweigte (mediale) Geschichte der Ordnung der Blicke, des Sehen-Wollens, Gesehen-werden-Wollens und des Sich-zu-sehen-Gebens, von der ausgehend sich die Frage nach medialen Bildungsarchitekturen als Frage nach den von ihnen implizierten Subjektivierungsweisen, und im Anschluss daran, nach den implizierten Bildungspotenzialen, stellen lässt. Dies wird an einigen Beispielen aus dem Bereich des Social Web dargestellt und diskutiert.
Beziehungen:
URL https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/l/3691
Lizenz:
  • UHH-L2G
Quellsystem:
Lecture2Go UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:lecture2go.uni-hamburg.de:158