Zum Inhalt springen

Bei Publikationen befinden wir uns in der Wissenschaft weltweit in einem Umstellungsprozess hin zu freiem Zugang für Leserinnen und Leser. Der Anteil an frei zugänglichen Publikationen wird stetig zunehmen. Damit die Vollständigkeit erhalten bleibt führen wir auch nicht frei zugängliche Publikationen auf. Diese können Sie in der SUB oder den Fachbibliotheken der Hochschulen einsehen.

Forschungsdaten unterliegen häufig Zugangsbeschränkungen aus rechtlichen Gründen. Dies können z.B. Urheberrechtsfragen oder Persönlichkeitsrechte sein. Dies ist insbesondere z. B. bei Befragungen, Ton- und Bildaufnahmen oder auch Daten aus der Medizin der Fall. In solchen Fällen ist bereits die Information, dass es solche Datensätze gibt, und wer angesprochen werden kann für die weitere Nutzung von Interesse.

Im Schaufenster Hamburg Open Science finden Sie in der Suche Publikationen und Forschungsdaten wissenschaftlicher Einrichtungen in Hamburg. Im Bereich Datenbanken und Live Daten finden SIe spezielle Angebote der wissenschaftlichen Einrichtungen in Hamburg. Im redaktionellen Teil der Webseite finden Sie zusätzlich Informationen über Wisseenschaft in Hamburg. Wir können keine Vollständigkeit garantieren, für die Richtigkeit der Informationen sind die Einrichtungen zuständig, die Daten liefern. 

Die angeboteten Inhalte sollen schrittweise erweitert werden.

Hamburg Open Science (HOS) verzeichnet nur Forschungsergebnisse und Informationen über Forschung aus Hamburg. Wenn Sie wenige oder gar keine Treffer zu Ihrer Sucher erhalten, kann das folgende Ursachen haben:

  • HOS ist keine globale Suchmaschine, wir suchen nur in Ergebnissen aus Hamburg,
  • die Suche übersetzt die Suchbegriffe nicht. Suchen Sie in deutscher Sprache, werden auch nur Treffer in deutscher Sprache angezeigt, versuchen Sie auch Fachbegriffe, variierien Sie die Begriffe,
  • nicht zu jedem Thema wird in Hamburg Forschung betrieben.
  • Beachten Sie auch die Hilfe zur Suche.

Der Begriff Open Science (offene Wissenschaft) ist ein Sammel- oder Oberbegriff für verschiedene Prinzipien im Bereich der Wissenschaft, die es ermöglichen sollen, einer breiten Öffentlichkeit die Ergebnisse und die Arbeitsweise von Wissenschaft zugänglich und verständlich zu machen.

In der Regel wird die Forschung an Hochschulen und staatlichen Forschungseinrichtungen aus Steuermitteln bezahlt, so dass die Forderung nach einer offenen Zugänglichkeit nachvollziehbar ist. Die großen Forschungsförderer, wie die Eurpäische Union, die Deutsche Forschungsgemeinschaft und das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördern in ihren Richtlinien zur Forschungsförderung diese Veränderung.

Um zu verstehen, was Open Science nun bedeutet, betrachten wir die einzelnen Bestandteile:

  • Open Access

    Open Access (freier Zugang) beschreibt den kostenfreien und ohne weitere technische oder rechtliche Hürden möglichen Zugang zu wissenschaftlichen Publikationen. In der Regel ist damit der digitale Zugang gemeint, Druckausgaben kosten allein wegen der Produktions- und Vertriebskosten Geld. Leider stellt sich diese einfache Forderung in der Praxis nicht so einfach dar. Ein etabliertes und über lange Zeit entwickeltes Publikationsmodell, in dem wissenschaftliche Spezialverlage die Rechte an Fachzeitschriften und Buchreihen besitzen und die anfallen Kosten für eine Publikation über den Verkauf dieser Zeitschriften und Bücher refinanzieren, steht dem freien Zugang entgegen. Für die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ist es notwendig, in diesen Fachzeitschriften zu publizieren, damit ihre Forschungsergebnisse wahrgenommen werden und eine entsprechende Glaubwürdigkeit haben, da solche Publikationen durch Kontrollverfahren qualitätsgesichert werden. Zwar bieten alle Wissenschaftsverlage auch Open Access an, dafür fallen dann aber zusätzliche Kosten, sogenannte „Article Process Charges (APC)” an. Diese verteuern eine Publikation erheblich.

    Aktuell befinden wir uns weltweit in einer Übergangsphase hin zu mehr Open Access. So werden bereits einzelne Verträge mit Verlagen umgestellt, so dass Bibliotheken nicht mehr für die Subskription (lesender Zugang) bezahlen, sondern für die Publikation eines Artikels, der dann Open Access ist. Auch wandelt sich das Selbstverständnis der Wissenschaft, so dass immer mehr Publikationen im Selbstverlag herausgegeben werden. 
  • Open Data

    Forschung benötigt Forschungsdaten, z. B. in den Naturwissenschaften Messdaten, in den Geisteswissenschaften Texte, Bilder, Audiodaten, in den Sozialwissenschaften Umfragen usw. Forschungsdaten sind so vielfältig wie die Wissenschaft selbst. Insbesondere in den Naturwissenschaften ist es bereits seit langer Zeit üblich Forschungsdaten zur weiteren Forschung und auch zur Kontrolle von Forschungsergebnissen anderen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zur Verfügung zu stellen. In anderen Fachwissenschaften ist dies aus guten Gründen kaum oder gar nicht möglich. Einer freien Zugänglichkeit stehen hier oft der Datenschutz (z. B. Medizin) oder Urheberrechte entgegen. Im Bereich Open Data gilt deshalb die gute Praxis, „so offen wie möglich”. Um dies zu gewährleisten müssen aber Forschungsdaten systematisch mit beschreibenden Metadaten versehen, gesammelt und zugänglich gemacht werden. Selbst wenn nur die Metadaten verfügbar sind, ist dies ein Mehrwert, da man dann von den vorhandenen Daten erfährt und bei Interesse in Kontakt treten kann.
  • Open Educational Resources

    Unter dem Begriff Open Educational Ressource (freie Lern- und Lehrmaterialien) werden frei verfügbare Bildungsmaterialen verstanden, die z. B. an Hochschulen entwickelt werden, um Studierenden und anderen Interessierten Materialien für ein Selbststudium anzubieten.
     
  • Open Source

    Open Source beschreibt die Entwicklung von Software, bei der der Quellcode offen und frei verfügbar ist. Bedeutende Beispiele sind z. B. das Betriebssystem Linux oder Alternativen zu kommerziellen Office-Programmen und Bildverarbeitung. Tatsächlich stammen aber nur wenige der im täglichen Leben nutzbaren Entwicklungen aus dem Bereich der Wissenschaft. Hier ist eher die Bereitstellung von offener Software für weitere Forschung in einem Gebiet gemeint.
  • Open Peer-Review

    Wissenschaftliche Publikationen werden durch andere Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sogenannten Peers, vor einer Publikation begutachtet und geprüft. In der Regel erfolgt dies ohne dass sich die Autorinnen und Autoren und Peers kennen. Vor der endgültigen Publikation müssen die Anmerkungen und Hinweise bearbeitet werden. Open Peer-Review beschreibt ein in der Regel von den Wissenschaftsverlagen abgekoppeltes Verfahren, in dem die Begutachtung möglichst offen gestaltet wird, so werden z. B. die Namen von Autorinnen und Autoren und Gutachterinnen und Gutachtern bekannt gegeben. Oder man stellt eine Publikation einer breiten Öffentlichkeit zur Begutachtung (Public Peer-Review).

Bei einem Blick auf die Publikationslisten werden Sie gemerkt haben, die Sprache der Wissenschaft ist Englisch. In praktisch allen Bereichen der Wissenschaft werden wissenschaftliche Ergebnisse nur auf Englisch publiziert. Deutsch ist nur in Qualifikationsarbeiten (Bachelor, Master, Dissertationen) und in Hauspublikationen oder auch nur für den deutschsprachigen Raum verlegten Zeitschriften oder Büchern üblich.

Dies hat zur Folge, dass bei einer Suche nur Treffer in der gesuchten Sprache gefunden werden können. Eine Suche nach „Gehirn” listet keine englischen Treffer „brain”! Eine sinnvolle automatische Übersetzung ist kaum möglich. Auch wird in vielen Fällen Fachsprache verwendet, so dass normale Alltagsausdrücke zu keinem Ergebnis führen.

Sie suchen etwas zu einem Thema und finden nur wenig oder gar nichts? Auch wenn in Hamburg in sehr vielen Bereichen geforscht wird, hat jeder Forschungsstandort fachliche Schwerpunkte und es wird nicht an jeder Hochschule die ganze Breite der Forschungsthemen abgedeckt. Wenn Sie also zu einem Thema nichts finden, kann es sein, dass in diesem Bereich keine Forschung in Hamburg stattfindet oder stattgefunden hat. 

Die Forschungs- und Wissenschaftsfreiheit ist vom Grundgesetz (Artikel 5) ausdrücklich geschützt und ein hohes Gut. Forschung an sich hat zunächst das Ziel des Erkenntnisgewinns, z. B. einen Vorgang in einer Pflanze zu verstehen und zu beschreiben. Grundlagenforschung hat zunächst keine wirtschaftliche Zielsetzung, wobei man nie vorhersagen kann, welche Ergebnisse der Grundlagenforschung zu einem späteren Zeitpunkt für technologischen oder gesellschaftlichen Fortschritt verwendet werden können.

Forschungsprojekte, insbesondere wenn sie öffentlich gefördert werden, haben ihre wissenschaftliche Qualität und Relevanz nachzuweisen und unterliegen in einigen Bereichen engen Grenzen, z. B. im Bereich der Bio- und Genforschung.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler handeln nach den Regeln der Selbstkontrolle zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis (Leitfaden). 

Dies bedeutet, dass wissenschaftliche Forschung in Hamburg und auch in Deutschland strengen Regeln unterliegt und es nur Forschungsprojekte gibt, die sich diesen Regeln unterwerfen.  

Sie haben Interesse an der Mitarbeit in einem Forschungsprojekt und möchten gern zum Erkenntnisgewinn beitragen, dann kennen Sie vermutlich Citizen Science (Link). In einigen Forschungsprojekten ist eine Mitarbeit durchaus möglich.

Sie haben eine Frage, die hier nicht aufgelistet ist? Nutzen Sie gern unser Kontaktformular, wir werden versuchen Ihre Frage zu beantworten und vielleicht auch in den Fragenkatalog aufnehmen.