Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2010
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Prostaglandin E2
Serumkonzentration
610 Medizin, Gesundheit
44.81 Onkologie
44.94 Hals-Nasen-Ohrenheilkunde
Hals-Nasen-Ohren-Tumor
Krebs <Medizin>
Tumormarker
ddc:610
Hals-Nasen-Ohren-Tumor
Krebs <Medizin>
Tumormarker
Beschreibung:
Malignome im Kopf-Hals-Bereich stellen einen beträchtlichen Teil der Krebs-neuerkrankungen pro Jahr dar. Die Therapieprognose ist dabei stark vom Zeitpunkt der Diagnosestellung und dem entsprechendem T-Stadium ab-hängig. Ein erhöhter PGE2-Serumspiegel konnte bereits sowohl im Tumortier-modell als auch an betroffenen Patienten mit Malignomen nachgewiesen wer-den. Aufgrund der vielfältigen Einflussmöglichkeiten von PGE2 auf die Kanze-rogenese kamen wir zu der Hypothese, dass PGE2 für ein aggressives und in-vasives Tumorwachstum obligat ist. Wir untersuchten das PGE2-Serumlevel von 100 Patienten mit Kopf-Hals-Malignomen und 40 gesunden Spendern. Zu-sätzlich verglichen wird die Ergebnisse mit den PGE2-Sekretionsprofilen von sieben verschiedenen Plattenepithelkarzinomzelllinien und Fibroblasten. Unse-re Untersuchungen zeigten einen statistisch signifikanten, inversen Zusammen-hang zwischen Tumorstadium und PGE2-Serumspiegel. Auch die Zellkulturana-lyse ergab einen inversen Zusammenhang zwischen PGE2-Sekretion und Proli-ferationsphase. Weiterhin konnten wir eine signifikante Reduktion des Serumle-vels nach erfolgter Therapie beobachten. Hieraus lässt sich schlussfolgern, dass ein erhöhter PGE2-Serumspiegel einen Indikator für Kopf-Hals-Tumoren im Frühstadium darstellt. PGE2 könnte sich somit als Tumormarker vor allem im Rahmen posttherapeutischer Nachsorge und Rezidivdiagnostik eignen.