Elterlicher Umgang mit Diffus Intrinsischem Ponsgliom des Kindesalters
,
Coping with Diffuse Intrinsic Pontine Glioma in Children – Findings from an Interview Study on Bereaved Parents
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2022
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Verwaiste Eltern
End-of-life care
Diffus intrinsisches Ponsgliom
610: Medizin
44.06: Medizinsoziologie
Palliativmedizin
Trauerarbeit
Kommunikation
Tod
Kinderonkologie
ddc:610:
Palliativmedizin
Trauerarbeit
Kommunikation
Tod
Kinderonkologie
Beschreibung:
Hintergrund Das Diffus Intrinsische Ponsgliom (DIPG) zählt zu den Diffusen Mittelliniengliomen (DMG) und ist das häufigste maligne Gliom des Kindesalters mit einer mittleren Überlebensrate von nur elf Monaten. Diese retrospektive Interviewstudie ermittelt spezifische psychische Bewältigungsstrategien und Bedürfnisse der betroffenen Eltern. Methode Im Jahr 2016 wurden 13 Interviews mit Eltern von sieben im Alter von fünf bis 16 Jahren an DIPG verstorbenen Kindern geführt. Es wurde ein problemzentriertes Leitfadeninterview und anschließend eine inhaltlich und evaluierend strukturierende qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring durchgeführt. Ergebnisse Die wichtigste induktive Kategorie war die Kommunikation zwischen Eltern und Kind über dessen bevorstehendes Versterben. Darüber hinaus bestätigten die Eltern insgesamt Zufriedenheit bezüglich des Palliativdiensts. Fehlende psychosoziale Unterstützung wurde durch ein Hinzuziehen des Palliativdiensts erfolgreich kompensiert. Schlussfolgerung Retrospektive Elterninterviews in diesem Kontext sind durchführbar. Der frühzeitige Einsatz des Palliativteams entlastet die Eltern. Die Konzepte für eine offene Kommunikation in den betroffenen Familien und zwischen Behandlungszentrum und Familien benötigen eine fortwährende Anpassung und Weiterentwicklung. Der Palliativdienst nimmt auch eine Schlüsselposition in der Kommunikation mit Frühphasenstudien und molekularen Begleitstudien ein.