Häufigkeit und prognostische Bedeutung von p53 und bcl-2 Alterationen bei menschlichen Weichgewebstumoren , Frequecy and prognostic significance of p53 and bcl-2 alterations in human soft tissue tumors

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Sauter, Guido (Prof. Dr.)
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2011
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • Prognose
  • Weichgewebstumoren
  • Tissue Microarray
  • Immunhistochemie
  • Fluorescenz insitu Hybridisierung
  • prognosis
  • soft tissue tumors
  • tissue microarray
  • immunohistochemistry
  • fluorescent insitu hybridisation
  • 610 Medizin, Gesundheit
  • 44.47 Pathologie
  • 44.81 Onkologie
  • Protein p53
  • Bcl-2-Proteinfamilie
  • Sarkom
  • ddc:610
  • Protein p53
  • Bcl-2-Proteinfamilie
  • Sarkom
Beschreibung:
  • Wir untersuchten die Häufigkeit sowie die prognostische Bedeutung von p53- und bcl-2-Expressionen sowie die Häufigkeit von bcl-2-Genkopienzahlveränderungen mittels Immunhistochemie beziehungsweise Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH) an einem Tissue Microarray aus 602 gemischten Weichgewebstumoren. Von den 554 in der p53-Immunhistochemie auswertbaren Tumorproben waren 12,3% schwach p53 positiv und 8,3% stark p53 positiv. Der Unterschied der p53-Expression zwischen benignen und malignen Weichteiltumoren war hoch signifikant (p<0,0001). Es fand sich für unser gemischtes Kollektiv eine Assoziation zwischen p53-Expression und histologischem Grad (p<0,0001) und der Metastasierungswahrscheinlichkeit (p=0,014). Bei unseren Patienten mit Gastrointestinalen Stromatumoren fand sich ein signifikanter Zusammenhang zwischen p53 Positivität und ungünstigem Überleben (p=0,003) beziehungsweise einem frühzeitigen Tumorrezidiv (p=0,014). Von den 532 in der bcl-2-Immunhistochemie auswertbaren Tumorproben waren 4,3% schwach bcl-2 positiv und 19,4% stark bcl-2 positiv. Es ergaben sich für unser Kollektiv jedoch keine Anhaltspunkte für einen Zusammenhang zwischen bcl-2 Expression und Parametern der Malignität beziehungsweiser der Patientenprognose. In der Fluoreszenz in situ Hybridisierung fanden sich einige Fälle mit einer geringgradigen aber eindeutigen Vermehrung der bcl-2 Genkopienzahl. 12,9 % der Tumoren zeigten mehr als zwei bcl-2 Signale pro Tumorzellkern, 2,3% der Tumoren wiesen sogar mehr als 4 bcl-2 Signale pro Tumorzellkern auf. Es fand sich interessanter Weise keine Assoziation zwischen der bcl-2 Kopienzahl und der bcl-2 Expression. Insbesondere fand sich keine Zu- oder Abnahme der bcl-2 Expression in Abhängigkeit von der Gen-Dosis. Zusammengefasst zeigen unsere Resultate, dass sowohl p53 wie auch bcl-2 bei verschiedensten Sarkomen überexprimiert, beziehungsweise alteriert sein können. Für p53 deuten unsere Ergebnisse auf eine signifikante Beziehung dieser Veränderungen mit malignem Phänotyp und aggressivem biologischen Verhalten hin. Für bcl-2 fehlen Anhaltspunkte auf eine besondere Malignität überexprimierender Tumoren. Da auch Amplifikationen von bcl-2 bei diesen Tumortypen selten zu sein scheinen, liegt die Vermutung nahe, daß Amplifikationen für die bcl-2 Überexpression bei Weichgewebstumoren keine wesentliche Rolle spielen. Es ergeben sich auch aus dieser Hinsicht keine zusätzlichen Anhaltspunkte darauf, dass bcl-2 bei Sarkomen ein relevantes Therapieziel darstellen könnte. Die Tissue Microarray (TMA) - Technik ist eine effektive Methode für molekularepidemiologische Untersuchungen zu potentiellen Therapiezielen und sie ist geeignet, Zusammenhänge zwischen molekularen Parametern und der Patientenprognose zu finden. Die TMA-Technik ermöglicht zudem eine rasche Überführung von Erkenntnissen der Grundlagenforschung in die klinische Praxis.
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • No license
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/4265