Yeliz Yildirim-Krannig problematisiert in ihrem Beitrag die Kulturgeschichte der Migration in der Bundesrepublik Deutschland. Sie skizziert die lange und hochgradig different darzustellende Migrationsgeschichte, umreißt den in den letzten Jahren und infolge der Globalisierung entstandenen – von der Politik und großen Teilen der Gesellschaft als solchen verstandenen – Problemdruck der aktuellen Zuwanderungsbewegung in Deutschland und Europa, um vor dem Hintergrund der Suche nach politischen Lösungsperspektiven das Konzept der Multikollektivität und, damit verbunden, der Anerkennung von Heterogenität als Normalfall zu beschreiben: Migration und Integration neu denken? Vom Problemdiskurs zu Chancen und neuen Perspektiven.