Als der letzte regierende Fürsterzbischof von Salzburg, Hieronymus Graf Colloredo, am 11. Februar 1803 in seinem Exil in Wien die Abdankungsurkunde unterzeichnete und damit das Fürsterzbistum säkularisiert wurde, lebte Anton Diabelli bereits seit mehreren Jahren nicht mehr in seiner Heimat- und Ausbildungsstadt. Er zählt damit zu jenen ‚Söhnen‘ des alten Fürsterzbistums, die bereits vor der Salzburger Zeitenwende das Land verlassen hatten, um in der Fremde ihr Auskommen zu suchen. 1802 war Diabelli nach Wien aufgebrochen, wo er zunächst als Musiklehrer sowie ab 1807 zusätzlich als Gehilfe in der Chemischen Druckerey arbeitete und schließlich 1817 einen eigenen Musikverlag gründete.¹ Als Verleger-Komponist²