Die Auswirkungen geschlechts(un)typischer Berufstätigkeiten auf die Aufteilung der Hausarbeit in Partnerschaften

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Autor/in:
Erscheinungsjahr:
2015
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • Gender
  • Housework
  • Housework time
  • Family
  • Woman
  • Marriage
  • Gender
  • Housework
  • Housework time
  • Family
  • Woman
  • Marriage
Beschreibung:
  • This article examines the role occupational sex segregation of both partners' jobs plays for the division of domestic labour in German dual-earner couples. To explain this relationship we contrast resource-based arguments and theories of gender role socialization with arguments from processes of ``Doing Gender{''} and the compensation hypothesis. Analyses with data from the German Socio-Economic Panel (1993-2011) suggest that women compensate a deviance from traditional gender roles by taking over more typically ``feminine tasks{''} (such as washing, cooking, cleaning), whereas men seem to compensate this deviance by doing more typically ``masculine tasks{''} (such as house repairs). In general, latter tasks are performed most seldom if a person works in a gender-balanced occupation. Apparently, deviance from traditional gender roles in context of the labour market is relevant for women as well as for men. This deviance is compensated mainly by household tasks that are traditionally ascribed to their gender.
  • Der Beitrag untersucht für Zweiverdiener-Paare in Deutschland, welche Rolle die Erwerbstätigkeit in typischen „Frauenberufen“ und „Männerberufen“ für die Hausarbeitsteilung spielt. Für die Erklärung eines solchen Zusammenhangs kontrastieren wir Argumente aus ressourcenbasierten Ansätzen und der Geschlechterrollensozialisation mit Prozessen im Rahmen von „Doing Gender“ und der Kompensationshypothese. Die Analysen mit Daten des Sozio-oekonomischen Panels (1993–2011) zeigen, dass Frauen, die eine geschlechts-untypische Berufstätigkeit ausüben, eine solche Abweichung von traditionellen Geschlechterrollen offenbar durch eine verstärkte Übernahme „weiblich konnotierter“ Haushaltstätigkeiten (wie Waschen, Kochen, Putzen) kompensieren. Männer kompensieren eine entsprechende Abweichung demgegenüber eher durch eine verstärkte Übernahme „männlich konnotierter“ Aufgaben im Haushalt (wie Reparaturarbeiten). Letztgenannte Hausarbeiten werden generell dann besonders selten ausgeübt, wenn einer der Partner in einem geschlechtlich ausbalancierten Beruf tätig ist. Abweichungen von traditionellen Geschlechternormen auf dem Arbeitsmarkt scheinen sich daher sowohl für Frauen als auch für Männer auszuwirken und werden vor allem anhand von Hausarbeiten ausgeglichen, die traditionell in ihren jeweiligen Aufgabenbereich fallen.
Lizenz:
  • info:eu-repo/semantics/closedAccess
Quellsystem:
Forschungsinformationssystem der UHH

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Quelldatensatz
oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/4e451a52-9753-4555-b066-2bc5df0b13d3