Die deutschen politischen Stiftungen und ihre Rolle im Annäherungsprozess : 12. Internationale Joseph-Carlebach-Konferenz
- Link:
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https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/56495
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- Autor/in:
- Beteiligte Person:
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- Regionales Rechenzentrum der Universität Hamburg/ MCC/ Lecture2Go
- Verlag/Körperschaft:
- Universität Hamburg
- Erscheinungsjahr:
- 2021
- Medientyp:
- Audiovisuell
- Schlagwort:
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- Sprache, Literatur, Medien (SLM I + II)
- Beschreibung:
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- Rechtlich gesehen sind die sechs deutschen politischen Stiftungen als Nichtregierungsorganisationen definiert und verfolgen gemeinnützige Ziele wie die Förderung von politischer Bildung und die Stärkung von Demokratie und Zivilgesellschaft zu stärken – sowohl in Deutschland als auch weltweit. Die Besonderheit der Stiftungen liegt allerdings darin, dass sie durch staatliche Mittel finanziert werden. Dadurch sind sie eng mit politischen Entscheidungsträgern vernetzt und haben gerade in ihrer Auslandsarbeit eine langfristige Planungssicherheit. In Bezug auf die Entwicklung der deutschen Parteienlandschaft nach 1945 sind die Stiftungen damit in gewisser Weise der erste Schritt hin zu einer internationalen Institutionalisierung. Entsprechend spielen sie auch im Annäherungsprozess zwischen Israel und Deutschland sowie im Beziehungsgefüge der deutsch-jüdischen Aussöhnung eine entscheidende Rolle: Ihre Arbeit in Israel und den Palästinischen Gebieten lässt sich in folgende drei Phasen aufteilen: (a) Vertrauen aufbauen und Solidarität zeigen (1945-1987) nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges und der Staatsgründung Israel, (b) Brücken bauen und Mediation (1990-2000) nach den Osloer Friedensverhandlungen und (c) Ideen für globale Probleme finden (ab 2000). Bei der Ausführung dieser Phasen wird sich zeigen, dass die internationale Vernetzung der Stiftungen zu einer Normalisierung der Beziehungen zwischen Deutschland und Israel geführt hat.
- Lizenz:
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- UHH-L2G
- Quellsystem:
- Lecture2Go UHH
Interne Metadaten
- Quelldatensatz
- oai:lecture2go.uni-hamburg.de:56495