Anknüpfend an die reformatorische Tradition der Schul- und Unterrichtsvisitationen lädt der Beitrag in heuristischer Absicht dazu ein, sich auf eine Zeitreise durch acht Unterrichtsszenen aus ganz unterschiedlichen gesellschafts-politischen Epochen der deutschen Geschichte vom 19. Jahrhundert bis in eine multi-religiöse Gegenwart im internationalen Kontext zu begeben. Alle Szenen sind im Grenzbereich von historisch-politischen und religiösen Fragen angesiedelt. Inhaltlich setzen sie bei reformatorischen Prozessen an, den damit verbundenen Haltungen und Rollenmodellen. Die methodische Auswertung in heuristischer Absicht richtet die Aufmerksamkeit auf die Lehrer- und Schülerfragen. Sie können die Offenheit oder Geschlossenheit des verhandelten Wissens balancieren. Abschließend können Kriterien für eine pluralitätsfähige Didaktik in einer demokratischen Schulkultur formuliert werden.