Der Beitrag greift die Diskurslinien relevanter deutscher und internationaler Lerntheorien auf und prüft zunächst verschiedene Kritiklinien hinsichtlich der Subjektwissenschaft. Diese beziehen sich vorrangig auf das Alter der Original- publikationen, zudem auf den Subjektbegriff, die Frage von Leiblichkeit, Emotion und Gewohnheit, auf die Relevanz inzidentellen Lernens sowie auf die Forschungs- methodologie des Mitforschens. Anschluss- und Abgrenzungsbewegungen zu kon- kurrierenden Theoriesystemen kommen ebenso zur Sprache wie die Sammlungs- und Bündelungsversuche der Weiterentwicklungen und Verzweigungen der Theorie- familie. Weiterhin werden jüngere Forschungsergebnisse herangezogen, die das Kategoriensystem der subjektwissenschaftlichen Lerntheorie erweitern und differen- zieren. Diese Spurensuche und Interpretationsarbeit generieren zusammen genommen eine neo-subjektwissenschaftliche Lesart.