"Erste Ergebnisse einer im Jahre 2007 in sechs verschiedenen Ländern (B, CH, D, E, F, PL) durchgeführten EU-Studie, 'Job Mobilities and Family Lives in Europe', deuten darauf hin, dass räumliche Mobilität aus beruflichen Gründen in stärkerem Maße in Familien vorkommt, in denen beide Partner berufstätig sind. Es ist von daher nicht abwegig, beide Begebenheiten in Verbindung zu setzen und die berufliche Mobilität als Folge der Doppelberufstätigkeit genauer zu untersuchen. Könnte man daraus eine stärker berufsorientierte im Gegensatz zu einer eher familienorientierten Lebenseinstellung ableiten? Welche konkreten Mobilitätsformen treten bei Doppelberufstätigkeit auf: Handelt es sich eher um Umzugsmobile, Fernpendler oder Shuttles? Sind es eher Lebensgemeinschaften mit oder ohne Kinder? Weiterhin ist es interessant der Frage nachzugehen, wer mobil ist: der Mann oder die Frau oder eher der Partner mit dem besseren oder dem niedrigeren beruflichen Status oder Bildungsabschluss? Die Studie erlaubt es verschiedene Länder Europas zu vergleichen, besonders die Gegenüberstellung Deutschland - Frankreich ist aufschlussreich. Die Verbreitung der Doppelberufstätigkeit in Familien ist in Deutschland relativ geringer als in Frankreich; dahingegen ist die berufliche Mobilität in Deutschland ausgeprägter als in Frankreich. Welche Rückschlüsse lassen sich daraus auf andere soziale Zusammenhänge ziehen, die die Doppelberufstätigkeit und somit die räumliche Mobilität beeinflussen? Auch das Zusammenspiel von Familie und Beruf in weiterem Sinne ist für den Vergleich relevant." (Autorenreferat) TS - RIS T4 - Ein europäischer Ausblick M4 - Citavi