Der internationale Schutz der Menschenrechte und das Konzept der menschlichen Sicherheit:Gedanken und Anmerkungen zu einer unsicheren Beziehung

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Erscheinungsjahr:
2017
Medientyp:
Text
Beschreibung:
  • Das Konzept der menschlichen Sicherheit hat insbesondere seit der Mitte der 1990er Jahre namentlich auch in den Vereinten Nationen erhebliche Aufmerksamkeit erfahren. Aus übergreifender Perspektive ist es durch das Bemühen gekennzeichnet, einen paradigmatischen Wandel im Hinblick auf unser Verständnis von Sicherheit unter verstärkter Berücksichtigung der Interessen und Sorgen von Individuen herbeizuführen. Vor diesem Hintergrund soll im vorliegenden Beitrag insbesondere das Verhältnis zwischen dieser vergleichsweise neuen globalen Ordnungsidee auf der einen Seite und dem beinahe schon als klassisch zu bezeichnenden Regime des internationalen Menschenrechtsschutzes einer eingehenderen Betrachtung unterzogen werden. Hierzu werden zunächst die drei wesentlichen Perspektiven, welche in diesem Zusammenhang gegenwärtig vertreten werden, herausgearbeitet. Hierauf aufbauend wird der Versuch unternommen, darzulegen und zu begründen, warum das Konzept der menschlichen Sicherheit sich weder als eine Art von Segen noch als ein Fluch für die Menschenrechte darstellt. Aus heutiger Perspektive sollte dieser Ordnungsansatz vielmehr als in der Praxis weitgehend gescheitert angesehen werden. Das Konzept der menschlichen Sicherheit ist eine Erfindung der 1990er Jahre, deren Zeit vorüber ist.
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  • info:eu-repo/semantics/restrictedAccess
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oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/15f49a3e-ba2f-46cc-8f53-ab8934df54dd