Durchführbarkeit und Sicherheit von intrahospitalen Transporten bei Patienten unter laufender extrakorporaler Herz-Lungen-Unterstützung
,
Realisation and Safety of intrahospital transports of Patients with ongoing Extracorporeal Life Support
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2015
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610 Medizin, Gesundheit
44.69 Intensivmedizin
ddc:610
Beschreibung:
Im Zeitraum 2009 bis 2013 wurden bei 71 erwachsenen Patienten insgesamt 95 CT-Transporte unter laufender extrakorporaler Herz-Lungen-Unterstützung durchgeführt. Die Unterstützung erfolgte sowohl mit high-flow Systemen der extrakorporalen Membranoxygenierung (ECMO) als auch mit low-flow Systemen zur Decarboxylierung (ECCO2R). Das mediane Alter war 57 Jahre (Range 22-82). Bei 27 (28,4%) der Transporte war eine veno-arterielle ECMO, bei 23 (24,2%) der Transporte eine veno-venöse ECMO, bei 10 (10,5%) der Transporte eine veno-venöse ECCO2R und bei 35 (36,9%) der Transporte eine arterio-venöse ECCO2R im Einsatz. Bei 56 (58,9%) der Transorte wurde ein cerebrales CT, bei 67 (70,5%) ein Thorax-CT und bei 33 (34,7%) ein abdominelles CT durchgeführt und bei 40 Transporten (42%) erfolgte eine kombinierte Untersuchung. Im Median waren 4 Personen am Transport beteiligt (3-6) mit einer medianen Transportdauer von 59 Minuten (26 – 136). Bei insgesamt 8 Transporten (8,4%) traten schwere unerwünschte klinische Ereignisse auf: Während jeweils zwei Transporten kam es zu einem passageren Abfall des MAD < 50mmHg, der Herzfrequenz < 40/min und der O2-Sättigungsabfall < 80%, bei jeweils einem Patienten kam es zu einem vorrübergehenden Laktatanstieg um > 2 mmol/l und einem Hb-Abfall > 2 mg/dl prä-/post-IHT. Keiner dieser Ereignisse hatte anhaltende, relevante klinische Folgen. Insgesamt 34 (35,8%) der CT-Befunde hatten eine therapeutische Konsequenz, in den meisten Fällen (16,8%) im Sinne einer palliativen Therapiezieländerung wegen infauster Prognose.