Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2022
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Sprunggelenksfraktur
knöcherne Mikroarchitektur
Finite-Elemente Analyse
HR-pQCT
Weber-Klassifikation
610: Medizin
44.83: Rheumatologie, Orthopädie
Sprunggelenk
Finite-Elemente-Methode
Sprunggelenkbruch
Osteoporose
ddc:610:
Sprunggelenk
Finite-Elemente-Methode
Sprunggelenkbruch
Osteoporose
Beschreibung:
Das Ziel dieser Studie war es, alters-, geschlechts- und subregionalspezifische Unterschiede in der Mikroarchitektur sowie der mechanischen Eigenschaften der distalen Fibula anhand von 30 Proben mit Hilfe der hochauflösenden peripheren quantitativen Computertomografie (HR-pQCT) einschließlich der Analyse mikrofiniter Elemente (µFEA) zu evaluieren. Die Scans der distalen Fibula wurden in drei Subregionen nach der Danis-Weber Frakturklassifikation ausgewertet. Von distal nach proximal wurde eine Zunahme der kortikalen Parameter und eine Abnahme der trabekulären Parameter beobachtet. Bei Frauen wurde eine altersbedingte Abnahme der kortikalen Parameter in allen Subregionen (Typ-A, B und C) festgestellt. Während bei Frauen eine stärkere Abnahme zu beobachten war, wiesen auch Männer bei einigen Parametern einen altersbedingten Abfall auf, beispielsweise bei der Kortikalisfläche und der Kortikalisdicke in der Subregion Typ-C. Die mechanische Knocheneigenschaften waren bei Frauen und bei Männern in der Typ-C Subregion am höchsten. Eine Erklärung für die hohe Inzidenz von Typ-B Frakturen bei älteren Frauen nach Niedrigrasanztraumata kann mit der beobachteten altersbedingten Abnahme der Knochenfestigkeitsparameter zumindest teilweise begründet werden. Zusammengefasst erweitern diese Ergebnisse das derzeitige Verständnis der Mikroarchitektur der distalen Fibula, bieten eine Erklärung der epidemiologischen Datenlage und unterstreichen die Notwendigkeit altersangepasster Behandlungsstrategien.