Da Kinder mit ganz unterschiedlichen Erfahrungen, Interessen und Fähigkeiten in die Schule kommen, ist jede Lerngruppe heterogen. Franz Weinert beschreibt die Unterschiede in den Bildungsvoraussetzungen der Kinder aus einer entwicklungspsychologischen Perspektive: „Differenzierende Erbanlagen, unterschiedliche Sozialisationsbedingungen, kritische Lebensereignisse, frühkindliche Lernerfahrungen, das bisherige Schulschicksal und die vielfältigen Wechselwirkungen zwischen diesen individuellen Entwicklungsbedingungen bewirken die Genese singulärer Persönlichkeiten schon im Kindesalter und die Entstehung großer interindividueller Unterschiede in den kognitiven Fähigkeiten und Lernstilen, in persönlichen Eigenarten, Haltungen und Einstellungen, in Motiven und Interessen, in sozialen Verhaltensweisen und individuellen Störbarkeiten, aber auch in psychologischen Entwicklungs- und pädagogischen Beeinflussungsmöglichkeiten.“ (Weinert 1997a, S. 50).