Einflussfaktoren auf die Terminierung im Rahmen der katheterinterventionellen Ablation von persistierendem und lang-anhaltend-persistierendem Vorhofflimmern
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2014
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610 Medizin, Gesundheit
44.85 Kardiologie, Angiologie
Vorhofflimmern
ddc:610
Vorhofflimmern
Beschreibung:
In der vorliegenden Arbeit wurden die Terminierungsfaktoren bei Katheterablation von persistierendem und langanhaltend-persistierendem Vorhofflimmern durch multivariate Regressionsanalyse untersucht. Dabei waren die Zykluslänge, der Rhythmus bei Prozedurbeginn und die Dauer der längsten Vorhofflimmerepisode unabhängige Prädiktoren für die Terminierung in der Indexprozedur. Der Herzklappenfehler war ein signifikanter Prädiktor für den Rhythmus bei Wiedervorstellung zur Redo-Prozedur. Der CHA2DS2-VASc-Score, die Aortenklappeninsuffzienz und die Dauer der längsten AF-Episode waren entscheidende Terminierungsfaktoren in der Redo-Prozedur. Die Dauer der längsten AFEpisode ist somit der stärkste Prädiktor für die Terminierung und sehr wahrscheinlich auch für das Langzeitoutcome entscheidend. Langfristige Nachbeobachtungsstudien sind notwendig, um den Einfluss der Faktoren auf den Gesamterfolg der Katheterablationen zu untersuchen und das pathophysiologische Verständnis des nicht-paroxysmalen Vorhofflimmerns zu verbessern. Aus der Kenntnis der Terminierungsfaktoren lassen sich neue Therapieansätze im Bereich der Katheterablation ableiten, welche die Erfolgsrate beim nicht-paroxysmalem Vorhofflimmern in Zukunft steigern könnten, wie z.B. frühzeitige katheterinterventionelle Ablation und pharmakologische Maßnahmen zur Erhöhung der Vorhofflimmerzykluslänge.