Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2017
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Prekarisierung
Freiberuflichkeit
atypische Beschäftigung
journalism
precarity
precarisation
070 Nachrichtenmedien, Journalismus, Verlagswesen
05.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
05.33 Pressewesen
05.35 Hörfunk
05.36 Fernsehen
05.38 Neue elektronische Medien
Journalismus
Arbeit
Unsicherheit
Ungewissheit
Beschäftigung
Journalistik
Arbeitssoziologie
ddc:070
Journalismus
Arbeit
Unsicherheit
Ungewissheit
Beschäftigung
Journalistik
Arbeitssoziologie
Beschreibung:
Die journalistische Arbeit unter den Bedingungen der Unsicherheit steht im Mittelpunkt dieser Dissertation. Sie beschreibt, wie die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes, die zunehmende Verflüssigung von Strukturen, Institutionen und Traditionen im Sinne Zygmunt Baumans, die Digitalisierung der Arbeitswelt und die Erosion klassischer Geschäftsmodelle im Journalismus zu einem grundlegenden Wandel der Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten geführt haben. Vor diesem Hintergrund analysiert die Dissertation die Prekarisierung der journalistischen Profession. Dafür wird erstens die Arbeitswirklichkeit der Journalistinnen und Journalisten mit potenziell prekären Erwerbsformen untersucht. Zweitens widmet sich die Studie der subjektiven Wahrnehmung von Sicherheit und Unsicherheit durch die Betroffenen. Drittens wird das berufliche Handeln in den Blick genommen und insbesondere gefragt, ob prekäre Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten förderlich oder hinderlich für engagiertes Arbeitsverhalten sind – und damit letztlich für die Qualität der journalistischen Berichterstattung. Empirisch basiert die Arbeit auf problemzentrierten Interviews mit hauptberuflichen Journalistinnen und Journalisten in Deutschland, die als Freiberufler arbeiten oder in atypischer Weise in Redaktionen beschäftigt sind. Die Interviews werden zum einen im Hinblick auf vier Dimensionen der Prekarität ausgewertet. Zum anderen werden fünf Typen unsicherer Arbeit im Journalismus herausgearbeitet. Bei den Befragten ohne prekäre Arbeitsbedingungen werden der Integrationstypus und der Irritationstypus identifiziert. In der Gruppe der Befragten mit prekären Arbeitsbedingungen werden der Kompensationstypus, der Frustrationstypus und der Motivationstypus unterschieden. Diese Typologie zeichnet ein differenziertes Bild des journalistischen Prekariats, das nicht am Rand der Profession beheimatet ist, sondern den Kern des Journalismus mitprägt.