Kalte Atomgase und periodische Lichtpotentiale sind die Zutaten von neuartigen künstlichen „Festkörpern”, in denen sich der quantenstatistische Charakter der verwendeten Teilchen (Boson oder Fermion), die Geometrie des Gitters oder die Wechselwirkung auf einfache Weise variieren lassen. Diese optischen Gitter bieten sich daher auf den ersten Blick als idealer „Quantenlegokasten“ an zur Erstellung idealisierter gut kontrollierter Modelle für komplexe unverstandene Festkörperphänomene. Nach einer Überlegung von Richard Feynman sollte dies jedoch für Gitter mit bosonischen Atomen nur sehr eingeschränkt gelten. Neue experimentelle Techniken haben es jetzt ermöglicht, diese Einschränkung zu überwinden und komplexe Vielteilchen-Wellenfunktionen zu realisieren, wie sie zum Beispiel in unkonventionellen Supraleitern auftreten.
Kalte Atomgase und periodische Lichtpotentiale sind die Zutaten von neuartigen künstlichen „Festkörpern”, in denen sich der quantenstatistische Charakter der verwendeten Teilchen (Boson oder Fermion), die Geometrie des Gitters oder die Wechselwirkung auf einfache Weise variieren lassen. Diese optischen Gitter bieten sich daher auf den ersten Blick als idealer „Quantenlegokasten“ an zur Erstellung idealisierter gut kontrollierter Modelle für komplexe unverstandene Festkörperphänomene. Nach einer Überlegung von Richard Feynman sollte dies jedoch für Gitter mit bosonischen Atomen nur sehr eingeschränkt gelten. Neue experimentelle Techniken haben es jetzt ermöglicht, diese Einschränkung zu überwinden und komplexe Vielteilchen-Wellenfunktionen zu realisieren, wie sie zum Beispiel in unkonventionellen Supraleitern auftreten.