Einfluss neuer bildgebender Biomarker für Kollateralen auf die frühe Ödemprogression bei Patienten mit akutem ischämischem Schlaganfall im Rahmen eines großen Gefäßverschlusses der vorderen Zirkulation
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2023
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610: Medizin
Stroke unit
Neuroradiologie
Hirnödem
ddc:610:
Stroke unit
Neuroradiologie
Hirnödem
Beschreibung:
In dieser Studie konnte gezeigt werden, dass Kollateralgefäße durch Aufrechterhaltung der Gewebeperfusion das Ausmaß des ischämischen Hirnödems im Rahmen eines akuten ischämischen Schlaganfalls auf der Basis eines großen Gefäßverschlusses der vorderen Zirkulation (AIS-LVO) beeinflussen können. Mithilfe des venösen Ausflussprofiles (VO) und des Hypoperfusions-Intensitäts-Verhältnisses (HIR) kann die frühe Ödemprogression (EPR) eingeschätzt werden, welche anhand der Netto-Wasseraufnhame (NWU) pro Zeit vom Auftreten der Symptome bis zur Bildgebung berechnet wurde. Dies ermöglicht, die zeitlichen Mechanismen und die Komplexität der ischämischen Ödemprogression besser zu verstehen. Ein zunehmender Einsatz der CTP ermöglicht zukünftig die breitere Verwendung des HIR zur Triage von akuten Schlaganfallpatienten. Prognostische Biomarker der Ödemprogression in den klinischen Alltag zu implementieren schafft die Voraussetzung um logistische Ressourcen der Notfallmedizin optimaler einsetzten zu können und die Erfolgswahrscheinlichkeiten von Therapiemöglichkeiten im Voraus objektiver bestimmen zu können.