Ausgehend von einem Verständnis von Bildung als Transformation von Welt- und Selbstverhältnissen in Auseinandersetzung mit Fremdheitserfahrungen untersucht der Beitrag in einer Fallstudie die Frage, unter welchen Bedingungen es im Zuge von Flucht und Migration zu solchen Bildungsprozessen kommen kann. Gegenstand der Untersuchung ist der autobiographische Roman "Auf Erden sind wir kurz grandios" von Ocean Vuong, in dem ein junger Mann vietnamesischer Herkunft seiner Mutter die (Vor-)Geschichte seines Aufwachsens in den USA erzählt, die weit bis in die Zeit des Vietnamkriegs zurückreicht.