Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2010
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610 Medizin, Gesundheit
44.66 Anästhesiologie
Patch-Clamp-Methode
Sinusknoten-Syndrom
Ansthesie
Ropivacain
Bupivacain
Elektrophysiologie
ddc:610
Patch-Clamp-Methode
Sinusknoten-Syndrom
Ansthesie
Ropivacain
Bupivacain
Elektrophysiologie
Beschreibung:
Durch die versehentliche intravasale Applikation oder Diffusion von Lokalanästhetika kann es zu schwerwiegenden kardialen Funktionssörungen kommen. In dieser Arbeit wurde die Wirkung von Lokalanästhetika auf den Na+-Strom des menschlichen Herzens untersucht. Dazu wurde in der Patch-clamp-Methode der Na+-Ionenfluss am isolierten Na+-Kanal SCN5A und einer mutierten Variante unter dem Einfluss von Ropivacain und Bupivacain gemessen. Es wurden die unterschiedlichen Eigenschaften Aktivierung, Inaktivierung und recovery von Wildtyp und Mutante nativ und unter dem Einfluss der Lokalanästhetika untersucht. Desweiteren wurden Experimente bzgl. der Entwicklung und der Erholung des Blockes des inaktivierten Wildtypkanals unter diesen Medikamenten durchgeführt. Die Untersuchungen zeigten: (1) Wildtyp unter dem Einfluss von Ropivacain und Bupivacain: Für Ropivacain und Bupivacain konnte in allen untersuchten Konzentrationen eine signifikante Beeinflussung des Inaktiverungsmittelpunktes beim Wildtypkanal nachgewiesen werden. Die Konzentrationswirkungskurve von Ropivacain und Bupivacain auf den Wildtypkanal unterscheidet sich signifikant. Die Entwicklung des Blocks des inaktivierten Wildtypkanals unterscheidet sich zu keiner Konzentration signifikant. Die Erholung aus diesem Block ist konzentrationsunabhängig und unterscheidet sich signifikant von Ropivacain zu Bupivacain. Die Inhibition des inaktiverten Zustandes ist signifikant unterschiedlich. (2) Wildtyp und Mutante: Wildtyp-Kanal und mutierter Kanal unterscheiden sich signifikant im Aktivierungs- und Inaktivierungsmittelpunkt. (3) Wildtyp und Mutante unter dem Einfluss von Bupivacain: Es kommt zu einer gleichartigen Veränderung des Inaktiveriungsmittelspunktes von Wildtyp und Mutante unter dem Einfluss von Bupivacain. Die Inhibition bleibt durch die Mutation unbeeinflusst. Teile der in dieser Arbeit vorgestellten Ergebnisse untermauern bereits publizierte Daten. Es konnte anhand weiterführeneder Untersuchung am biologischen Modell gezeigte werden, dass das zu erwartete Nebenwirkungspotential von Robivacain gegenüber Bupivacain geringer ist.