Inzidenz von kardialen Spätfolgen nach Anthrazyklintherapie in Abhängigkeit von der Infusionsdauer der Anthrazyklingaben im Rahmen der COALL-Protokolle
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2021
Medientyp:
Text
Schlagworte:
CoALL-Protokol
Spätfolgen
Kardiomyopathie
childhood cancer
610: Medizin
44.67: Kinderheilkunde
Anthracycline
Kardiotoxizität
Akute lymphatische Leukämie
Pädiatrische Onkologie
ddc:610:
Anthracycline
Kardiotoxizität
Akute lymphatische Leukämie
Pädiatrische Onkologie
Beschreibung:
Im Rahmen dieser Dissertation wurden 54 Patienten, die im Rahmen einer ALL im Kindesalter nach den Therapieprotokollen COALL-85, -89, -92 oder -97 behandelt wurden und entweder eine 1h- Infusion (N=28) oder eine 24h- Infusion (N=26) der Anthrazykline erhalten haben, hinsichtlich kardialer Spätfolgen untersucht. Hierzu wurden bei jedem Teilnehmer anamnestische Daten erhoben, laborchemische Parameter wie CK, CK-MB und pro-BNP bestimmt sowie eine Echokardiografie durch die Ärzte der Herzinsuffizienzambulanz des UKE durchgeführt. Im Anschluss wurden diese Daten mit vorangegangenen Studien verglichen. In unserer Studie trat ebenso wie bei der Dana-Farber Gruppe keine signifikante Differenz der EF auf, jedoch eine signifikante Erhöhung des pro-BNP in Abhängigkeit der Infusionsdauer. Eine pro-BNP Erhöhung nach Anthrazyklintherapie im Kindesalter wie auch in dieser Studie wurde bereits mehrfach in der Literatur beschrieben und kann auf eine subklinische Herzschädigung hinweisen. Hier sind weitere Untersuchungen größerer Kohorten nötig. Vermehrtes Auftreten kardialer Spätfolgen in Abhängigkeit der Anthrazyklindosis, konnten in dieser Studie nicht beobachtet werden, möglichweise durch die insgesamt vergleichsweise niedrigen kumulativen Anthrazyklindosen. Hier sind weitere Untersuchungen notwendig.