Der natürliche Verlauf der Mucopolysaccharidose Typ III (M. Sanfilippo)

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Ullrich, Kurt (Prof. Dr.)
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2012
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • Sanfilippo
  • natürlicher Verlauf
  • Scoring
  • Sanfilippo
  • Mucopolysaccharidosis
  • Scoring
  • natural course
  • 610 Medizin, Gesundheit
  • 44.67 Kinderheilkunde
  • 44.77 Stoffwechselkrankheiten
  • Mucopolysaccharidose
  • ddc:610
  • Mucopolysaccharidose
Beschreibung:
  • Die Studie zum natürlichen Verlauf der Mucopolysaccharidose Typ III (Morbus Sanfilippo) wurde an einer Gruppe von 89 Patienten mit den Subtypen der A (n=71), B (n=14) und C (n=4) durchgeführt. Der klinische Verlauf der Erkrankung wurde nach Typen getrennt analysiert und miteinander verglichen. Die Studie basiert auf einem selbstentwickelten, alle Lebensbereiche umfassenden, Fragenbogen sowie einem Scoring-System (Four-Point-Scoring-System = FPSS), welches die Parameter Sprache, Motorik und Kognition im Krankheitsverlauf retrospektiv erfasst. Patienten mit einer MPS IIIA zeigten erste Symptome in einem Alter von 7 Lebensmonaten. Die sprachliche und motorische Entwicklung war in 66 % bzw. 34 % verzögert. Das durchschnittliche Alter bei Diagnosestellung betrug 4,5 Jahre. Ab einem Alter von 3,3 Jahren begannen erste Rückschritte in den Bereichen Sprache, Motorik und Kognition. Zu einem Verlust aller drei erfassten Fähigkeiten kam es durchschnittlich in einem Alter von 12,5 Jahren. Der Verlust der Sprache erfolgte vor dem Verlust der anderen erfassten Fähigkeiten. Eine Gruppe von sieben Patienten zeigte einen deutlich langsameren Verlauf der Erkrankung. In dieser Gruppe wurden die erfassten Fähigkeiten bis zu einem Alter von 23,8 Jahren teilweise bewahrt. Die Patienten dieser Gruppe waren ausschließlich heterozygote Träger der Mutation p.Ser298Pro. Dieses ist die erste systematische und vergleichende Studie zum natürlichen Verlauf der Mucopolysaccharidose Typ III. Die Studie könnte für die Beratung der Eltern, Therapieplanung (supportive Maßnahmen, chirurgische Eingriffe, etc.), aber auch für die Effektivitätskontrolle zukünftiger Therapien (u.a. Substratreduktion, intrathekale Enzymersatztherapie, Gentherapie) eine wesentliche Rolle spielen. Das FPSS stellt ein verlässliches Instrument zur Klassifizierung von Patienten mit einem protrahierten oder rasch progredienten Verlauf der Erkrankung dar und lässt gegebenenfalls Rückschlüsse auf das Vorliegen spezieller Mutationen ziehen
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • No license
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/4689