Expression von LPA-Rezeptoren in humanen metastasierenden und nicht-metastasierenden Tumorzellen in immundefizienten Mäusen

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Schumacher, Udo (Prof Dr.)
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2012
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • 610 Medizin, Gesundheit
  • 44.34 Anatomie
  • 44.35 Histologie
  • ddc:610
Beschreibung:
  • Die Metastasierung von malignen Tumoren führt bei vielen Patienten zu einem Therapieversagen, von daher ist eine intensive Erforschung der Metastasierungsmechanismen schon lange Fokus der Wissenschaft. LPA-Rezeptoren wurden hier als Schlüsselelement identifiziert. In dieser vergleichenden Untersuchung von humanen, metastasierenden und nicht-metastasierenden Tumorzellen soll die Rolle von den Rezeptoren LPA1-3 für die Metastasierung gezeigt werden. Gleichzeitig wird eine Übertragbarkeit von Ergebnissen aus der Zellkultur auf den Tierversuch überprüft. Dafür wurden dreizehn verschiedene in SCID-Mäusen herangezüchtete Tumorzellen mit einer humanen Nabelschnurendothelzelle auf die relative Rezeptorexpression von LPA1-3 untersucht und mit der relativen Rezeptorexpression der Zellen in Zellkultur verglichen. Dabei konnte gezeigt werden, dass sich die LPA-Rezeptorexpression von Tumorzelle zu Tumorzelle deutlich unterscheidet und es kein festes Tumorexpressionsmuster für LPA-Rezeptoren gibt. Auch ist eine Übertragbarkeit zwischen Zellkultur und Xenograftversuch nur bedingt möglich. Jedoch stimmen bisher gezeigte Funktionen von LPA-Rezeptoren mit dem Verteilungsmuster im Xenograft überein. Zusammenfassend unterstreichen die durchgeführten Versuche die Signifikanz von LPA in der Pathophysiologie von Tumoren. Sie zeigen aber auch, dass Erkenntnisse die im Zellkulturversuch gewonnen wurden nicht ohne weiteres auf das Tiermodell oder weitergedacht auf den Menschen übertragen werden können. Den Fakt der Übertragbarkeit kann man optimal anhand der Kolonkarzinomzelllinie HT29 aufzeigen. „In vitro“ exprimiert die Zelle die Rezeptoren LPA1 und LPA2 am Rande der Nachweisgrenze, während diese Rezeptorexpression im „in vivo“ Xenotransplantat gravierend ansteigt. Das eine Erhöhung der LPA Rezeptoren im Zusammenspiel mit der Aktivierung von Her2, EGFR und anderen Signalkaskaden eine wichtige Rolle in der Tumorgenese von gastrointestinalen Tumoren spielt ist bekannt. LPA-Rezeptoren spielen ebenfalls eine wichtige Rolle in der Metastasierung. Allerdings scheint mehr das Zusammenspiel der bisher bekannten und eventuell noch unbekannten LPA-Rezeptoren die entscheidende Rolle zu spielen. Der spezielle LPA-Rezeptor für Metastasierung existiert nicht. Für die weitere Erforschung des Zusammenspiels der LPA-Rezeptoren bietet das Tiermodell wesentlich besser auf den Menschen übertragbare Ergebnisse als Versuche in der Zellkultur.
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • No license
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/4652