Nach Auffassung vieler Beobachter befindet sich die gegenwärtige Gesellschaft insofern im Übergang zu einer Wissens-oder Informationsgesellschaft, als an die Stelle von Kapital und Arbeit als den wichtigsten Produktivkräften immer mehr das Wissen trete. Anders formuliert: Von zentraler Bedeutung für die wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung, aber auch für die Zuweisung von Lebenschancen an die Individuen sei nicht mehr einfach die Verfügung über Geld und Arbeitskraft, sondern mehr und mehr die Verfügung über bzw. der Zugang zu Wissen (für einen Überblick über die Diskussion vgl. Höhne 2003: 9–77).