Elektronenmikroskopische Untersuchungen zur Dichte von Spinesynapsen in hippocampalen Schnittkulturen nach Behandlung mit Substraten der Östrogensynthese
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2009
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610 Medizin, Gesundheit
44.34 Anatomie
Spinesynapsen
Slicekultur
Östrogene
ddc:610
Spinesynapsen
Slicekultur
Östrogene
Beschreibung:
In der vorliegenden Arbeit ist die Entstehung von Spinesynapsen in Slicekulturen hippocampaler Rattenneurone mittels Elektronenmikroskopie untersucht worden. Die Kulturen erhielten Zusätze von Östrogen, Östrogenvorstufen und Hemmern einzelner Östrogenvorstufen. In Rescue-Experimenten wurde die Spezifität dieser Substanzen getestet. Anschließend wurden die Effekte auf die Spinesynapsenzahl untersucht. Es konnte dabei eine signifikante Zunahme der Spinesynapsen unter den jeweiligen Östrogenvorstufenbehandlungen beobachtet werden. Die Synthesehemmung der Östrogenvorstufen sowie im Speziellen die Hemmung der Aromatase, führten zu einer signifikanten Reduzierung der Spinesynapsenzahl. Die exogene Östrogenzufuhr führte zu keiner signifikanten Änderung der Spinesynapsenzahl. Die Spinesynapsen-induzierende Wirkung der Östrogenvorstufen wurde durch die gleichzeitige Behandlung der Kulturen mit dem Aromatasehemmer Letrozol aufgehoben. Anhand dieser Ergebnisse wird die Bedeutung der endogenen Östrogensynthese für die Bildung von Spinesynapsen im Hippocampus und insbesondere die Aktivität der Aromatase deutlich. Der Beleg, dass hippocampale Neurone Östradiol de novo synthetisieren, konnte bereits in vorangegangenen Studien geliefert werden.