Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2005
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Asymmetrie-Index
Asymmetrie der Mandibulahöhe
Interokklusalabstand
Methode nach Kjellberg et al. und Habets et al.
Fernröntgenseitenbild
Condylar Height
Panoramic Radiography
Image Distortion
Craniomandibular Asymmetry
Vertical Measurements
610 Medizin, Gesundheit
44.64 Radiologie
44.96 Zahnmedizin
Orthopantomogramm
Verzerrung
ddc:610
Orthopantomogramm
Verzerrung
Beschreibung:
Im Rahmen der Röntgendiagnostik hat die Panoramaschichtaufnahme einen hohen Stellenwert, da sie eine gute Übersicht über die knöchernen Strukturen des Gesichtsschädels sowie der Zähne bietet. Alternativen bildgebenden Verfahren ist sie auch aus Gründen der Strahlenhygiene vorzuziehen. Seit in mehreren klinischen Studien bei Patienten mit kraniomandibulären Dysfunktionen eine erhöhte Prävalenz von Asymmetrien im Bereich der aufsteigenden Äste festgestellt wurde, wurde diese Aufnahmetechnik auch in der Funktionsdiagnostik zur Beurteilung des funktionellen Status der Kiefergelenke vorgeschlagen. Zur Ermittlung der Asymmetrien in der Panoramaschichtaufname wurde von Habets et al. erstmalig 1988 ein Verfahren vorgestellt. Hierbei wird die vertikale Höhe der rechten und linken aufsteigenden Äste des Unterkiefers miteinander ins Verhältnis gesetzt und als Asymmetrie-Index ausgedrückt. Schiff et al. sowie Brezden und Brooks berichteten, dass die häufigsten Fehler in der Panoramaschichtaufnahme bei der Positionierung der Patienten entstehen. Eine solche Fehlpositionierung hat zur Folge, dass anatomische Strukturen, die nicht exakt in der zentralen Schichtmitte platziert sind, verzerrt dargestellt werden. Folglich können bei der Beurteilung der Symmetrie der aufsteigenden Äste falsch positive Ergebnisse entstehen, so dass Individuen ohne Vorliegen einer Asymmetrie als solche mit einer Asymmetrie eingestuft werden. Das Ziel der vorliegenden Arbeit war daher, das Ausmaß der Projektionsfehler, bedingt durch Fehlpositionierung des Patienten im Röntgengerät, im Bereich der aufsteigenden Äste zu ermitteln. Es sollte somit überprüft werden, ob sich diese Aufnahmetechnik grundsätzlich als Screening-Test zur Detektion von Asymmetrien eignet. Weiterhin sollte in diesem Zusammenhang festgestellt werden, ob die verschiedenen Fehlpositionierungen des Patienten, die in der Praxis unbeabsichtigt auftreten können, eine Auswirkung auf den auf der Panoramaschichtaufnahme dargestellten habituellen Interokklusalabstand im Bereich der Prämolaren und Molaren im Symmetrievergleich haben. Eine solche Asymmetrie wird in der instrumentellen Funktionsanalyse als Anzeichen für eine mangelhafte Abstützung der Zähne gedeutet. Hiermit wird ein erhöhtes Risiko einer einseitigen Kompression im Bereich der Kiefergelenke assoziiert. In der zahnärztlichen Eingangsuntersuchung würde das Erkennen einer solchen mangelhaften Abstützung mit Hilfe der Panoramaschichtaufnahme das diagnostische Spektrum zusätzlich erweitern.