Biphasische Elektrokardioversion : Energiereduktion und erhöhte Erfolgsrate durch die Gabe von intravenös injizierten Magnesium- und Kaliumlösungen

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Willems, Stephan (Prof. Dr.)
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2014
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • 610 Medizin, Gesundheit
  • 44.85 Kardiologie, Angiologie
  • ddc:610
Beschreibung:
  • Hintergrund: Die elektrische Kardioversion ist eine etablierte Methode zur Akutbehandlung von Patienten mit symptomatischem Vorhofflimmern. Die Erfolgsraten der Kardioversion werden mit 60-95% beziffert. Ziel: Diese Studie untersuchte den Einfluss einer vorab intravenös infundierten Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung auf die benötigte Energiemenge zur erfolgreichen Kardioversion sowie auf den Gesamterfolg der Kardioversion. Methodik: Es wurden 170 Patienten mit symptomatischem, persistierendem Vorhofflimmern in eine prospektiv randomisierte Analyse eingeschlossen. Es erfolgte eine 1:1 Randomisierung des Kollektivs auf Studiengruppe I, welche vor der Elektrokardioversion keine Elektrolytlösung erhielt und Studiengruppe II, welche vorab eine definierte Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung erhielt. Gemäß eines Stufenschemas der Energieabgabe mit 75J, 100J, 150J wurde bei beiden Gruppen die biphasische Elektrokardioversion durchgeführt. Die Anlage der Kardioversionspatches erfolgte stets in anterior-posteriorer Lage. Ergebnisse: Nachdem relevante Unterschiede in Bezug auf epidemiologische Einflussfaktoren, kardiale Grunderkrankungen und auch kardiale Begleitmedikationen bei beiden Studiengruppen ausgeschlossen wurden, ergaben sich folgende Ergebnisse: In Studiengruppe I, welche vorab nicht mit der Mg-K-Lösung behandelt wurde, ergab sich eine durchschnittliche effektive Energieabgabe von 182,5 Joule (±52,2 J). Die Kardioversion war in 86,0% der Fälle erfolgreich. In Studiengruppe II, welche vorab mit der Mg-K-Lösung behandelt wurde, ergab sich eine durchschnittliche effektive Energieabgabe von 140,8 Joule (±26,9J). Die Kardioversion war in 96,4% der Fälle erfolgreich. Es zeigte sich eine signifikant geringere Energieabgabe in Studiengruppe II gegenüber Studiengruppe I (140,8 ± 26,9J vs. 182,5 ± 52,2J vs.; p≤0,02). Der Kardioversionserfolg war in Studiengruppe II signifikant höher als in Studiengruppe I (96,4% vs. 86,0%; p≤0,005). Schlussfolgerung: Die Verwendung der definierten intravenös verabreichten Magnesium-Kalium-Elektrolytlösung vor biphasischer Elektrokardioversion erhöht den Erfolg der Kardioversion bei weitaus geringeren benötigten Energiedosen.
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • No license
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/5975