Identifikation und Charakterisierung neuer ETV6-assoziierter Translokationen bei drei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie
,
Identification an Characterisation of new ETV6- associated Translocations in three Patients with Acute Myeloic Leukaemia
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2009
Medientyp:
Text
Schlagworte:
ETV6
AML
Akute Myeloische Leukämie
Translokation
Chromosom 12
ETS Variant Gene 6
ETV6
AML
Acute Myeloic Leukemia
Translocation
Chromosome 12
ETS Variant Gene 6
610 Medizin, Gesundheit
44.81 Onkologie
Akute myeloische Leukämie
Translokation
ddc:610
Akute myeloische Leukämie
Translokation
Beschreibung:
In dieser Arbeit wurde ein Kollektiv von Patienten mit myeloischen Neoplasien untersucht. Hierbei wurden neue ETV6-Gen-Rearrangierungen identifiziert und mögliche beteiligte Gene auf molekularer Ebene charakterisiert. Zunächst wurde ein Kollektiv von 25 Patienten mit zytogenetisch beschriebenen Aberrationen des Chromosoms 12p mittels FISH und spezifischer Sonden für das ETV6-Gen untersucht. Mittels FISH konnten bei zwei Fällen die bereits bekannten Translokationen t(3;12)(q26;p13) und t(4;12)(q12;p13) mit Bruchpunkt im ETV6-Gen bestätigt werden. Die vorliegende Arbeit zeigt insgesamt die Identifizierung und Charakterisierung dreier neuer Translokationen mit Beteiligung des ETV6-Gens bei AML Patienten. Bei einer AML FAB M1 konnte eine Translokation t(2;12)(p16.1;p13), bei einer AML FAB M4 eine inv(12)(p13;q24) und bei einer AML eine t(3;12;17)(q21;p13;q2?5)gefunden werden. Bei der weiteren Charakterisierung der Translokationspartner mittels PCR, konnte bei der t(2;12)(p21;p13) die BAC RP11-440P5-Sequenz auf Chromosom 2p21 als ETV6-Fusionspartner ausgemacht werden, in dessen Region sich das BCL11A und das REL Gen befinden. Bei den anderen beiden Translokationen konnten keine Fusionspartner aufgezeigt werden. Bei der inv(12)(p13;q24) konnten bei der weiteren Charakterisierung ausschliesslich Wildtypen des ETV6-Gens detektiert werden, bei der t(3;12;17)(q21;p13;q2?5) war nicht ausreichend tiefgefrorenes Material vorhanden um weitere Analysen durchzuführen.