Korrelation zwischen einer Prostataspezifischen Membranantigen Positronen-Emissions-Tomographie positiven regionalen Lymphknotenmetastasierung und dem biochemischen Rezidiv - und therapiefreien Überleben nach radikaler Prostatektomie und extendierten pelvinen Lymphadenektomie
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2022
Medientyp:
Text
Schlagworte:
PSMA PET
Extendierte pelvine Lymphadenektomie
Biochemisches freies Überleben
Therapiefreies Überleben
miTNM
610: Medizin
44.88: Urologie, Nephrologie
Prostatakrebs
Urologie
Prostata-spezifisches Antigen
Positronen-Emissions-Tomografie
Nuklearmedizin
Lymphknoten
ddc:610:
Prostatakrebs
Urologie
Prostata-spezifisches Antigen
Positronen-Emissions-Tomografie
Nuklearmedizin
Lymphknoten
Beschreibung:
Die Prostata-spezifische Membranantigen Positronen-Emissions- Tomographie (PSMA PET) kann eine lymphogene Metastasierung beim Prostatakarzinom (PCa) früher als die konventionelle Bildgebung nachweisen. Bisher ist jedoch nicht geklärt, ob vor radikaler Prosatatektomie (RP) der Nachweis einer lymphogenenMetastasierung in der PSMA PET sich auch prognostisch auf das BCR-freie bzw. therapiefreie Überleben auswirkt. In der vorliegenden Arbeit wurden daher retrospektiv 230 konsekutive Patienten bezüglich des BCR- sowie das therapiefreie Überleben untersucht, die zwischen 2013 und 2017 bei einem PCa eine 68Ga-PSMA-11 PET Bildgebung von einer RP mit pelviner Lymphadektomie (PLND) erhielten. Für alle Überlebensanalysen wurden univariable Kaplan-Meier-Analysen und uni- und multivariable Cox-Proportional-Hazard-Modelle mit einem Signifikanzwert von p <0,05 angewendet. Bei 64der 230 Patienten lag einmittleres und bei 166 Patienten ein hohes präoperatives D’Amico Risikoprofil vor. Die Sensitivität, Spezifität sowie der positive und negative prädiktive Wert der PSMA PET für pN1 betrugen 48,5%, 95,7%, 82,1% bzw. 82,2%. Das mediane Follow-up betrug 30,2 Monate. Ein BCR trat innerhalb des Follow-ups bei 50,4% (n = 116) der Patienten auf und bei 46,5% (n = 107) wurde eine adjuvante oder Salvage-Therapie durchgeführt. Das kürzeste BCRfreie und therapiefreie Überleben wurde bei pN1 Patienten mit positiver PSMA PET beobachtet, gefolgt von pN1 mit unauffälliger PSMA PET sowie pN0 mit unauffälligem PSMA PET (medianes BCRfreies Überleben 1,7 vs. 7,5 vs. > 36 Monate, medianes therapiefreies Überleben 2,6 vs. 8,9 vs. > 36 Monate, p<0.001). Zusammenfassend konnte beobachtet werden, dass Patienten mit positiver PSMA PET vor RP trotz gründlicher PLND mit einem früheren BCR und einer früheren Therapie rechnen müssen. Die PSMA PET könnte somit für die präoperative Beratung, engmaschigere Nachsorgen sowie für die Planung einer neo-/adjuvante Therapien von Nutzen sein.