Todesfälle bei Flugzeugabstürzen im Obduktionsgut der Institute für Rechtsmedizin in Hamburg und München (1984 – 2008) mit besonderer Berücksichtigung von Alkohol, vorbestehenden Erkrankungen, Drogen oder Medikamenten beim Flugpersonal
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2009
Medientyp:
Text
Schlagworte:
610 Medizin, Gesundheit
44.72 Rechtsmedizin
ddc:610
Beschreibung:
Bei der Bedienung von Luftfahrzeugen (Lfz) können Vorerkrankungen und der Konsum von Alkohol oder Drogen zu unzureichender bzw. fehlerhafter Reaktion in unerwarteten Situationen führen. Die traumatischen Folgen eines Flugzeugabsturzes stellen sich in der Sektion der Unfallopfer meist in typischen Verletzungsmustern dar. Die vorliegende Arbeit zielt in erster Linie darauf ab, einen systematischen Überblick und eine Aussage zur Relevanz der Faktoren “Alkohol, Drogen, Medikamente, (Vor-)Erkrankungen, Suizid und Homizid“ bei Flugunfällen zu treffen und diese mit den Ergebnissen anderer Autoren zu vergleichen. Dabei werden auch Freizeitfluggeräte und der Freizeitflugsport mit einbezogen. Die Thematik wird aus rechtsmedizinischer Sicht und vor dem Hintergrund der geltenden Bestimmungen der Flugmedizin und der betroffenen Institutionen erörtert. Als Beispiel sei an dieser Stelle die Flugunfallursache “Alkoholisierung“ angeführt, die unter anderem im Zusammenhang mit bestehenden Grenzwerten, Diagnostik und den möglichen präventiven Schritten betrachtet und mit Hilfe von Kasuistiken illustriert wird.