Handeln in doppelter Ungewissheit : Die Bedeutung von Geschlechterkonstruktionen und familiär erworbenem Erfahrungswissen für das professionelle Selbstverständnis der ErzieherInnen in Kindertageseinrichtungen
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Double uncertainty in professional conduct : The significance of gender constructs and family-acquired knowledge for the professional self-image of kindergarten teachers
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2018
Medientyp:
Text
Schlagworte:
370 Erziehung, Schul- und Bildungswesen
80.04 Ausbildung, Beruf, Organisationen
80.36 Erziehung und Gesellschaft
80.70 Erziehungspraxis
80.83 Erziehung in Erziehungseinrichtungen
ddc:370
Beschreibung:
Die aktuelle Diskussion über Prozesse und Schwierigkeiten in der Professionalisierung der Bildung und Erziehung in Kindertageseinrichtungen in Deutschland – einem traditionellen Frauenberuf – bezieht sich zum einen auf hohe Anforderungen und Erwartungen seitens Wissenschaft und Politik. Zum anderen kennzeichnen die Debatten eine allgemeine Defizitsicht auf dieses Berufsfeld, das als ‚intuitiv‘ oder weniger fachlich gilt. Aus der macht- und geschlechtertheoretischen Perspektive der Studie betrachtet, sind zentrale Elemente professionellen Handelns in traditionell ‚mütterlichen‘ Frauenberufen gefordert, ohne als solche gesellschaftlich anerkannt und mit den nötigen Rahmenbedingungen ausgestattet zu sein. Daraus ergibt sich ein Handeln in doppelter Ungewissheit. Die Studie geht der Frage nach, wo die professionellen Handlungspotentiale in der Gestaltung doppelter Ungewissheit bei ErzieherInnen in Kindertageseinrichtungen liegen. Inwieweit sind sie sich der Bedeutung von Fachwissen und Reflexion für ihr professionelles Handeln bewusst und ziehen Möglichkeiten der Verbesserung der Rahmenbedingungen ihres Feldes in Betracht? Welche Möglichkeiten und Grenzen bietet das familiär erworbene Erfahrungswissen für das professionelle Selbstverständnis? Welche Bedeutung haben Geschlechterkonstruktionen jeweils dabei? Methodologisch setzt die Studie auf der Mikroebene sozialer Praxis von Subjektkonstruktionen an und analysiert, in welchem Verhältnis strukturelle Rahmenbedingungen und gesellschaftliche Normen zu den subjektiven Leitbildern der AkteurInnen stehen.