Diabelli und die Volksmusik? Der Verlag Cappi & Diabelli als Spiegel der ersten österreichischen Volksliedsammlung

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Dreier-Andres, Wolfgang
Verlag/Körperschaft:
Eigenverlag des Salzburger VolksLiedWerkes
Erscheinungsjahr:
2020
Medientyp:
Text
Beschreibung:
  • Als im Jahr 1816 die Reste des ehemaligen Fürsterzbistums Salzburg
    endgültig der Habsburger-Monarchie eingegliedert wurden, war der
    gebürtige Mattseer Anton Diabelli bereits seit gut zehn Jahren in der
    Reichshauptstadt Wien ansässig und stand kurz vor der Gründung sei-
    nes ersten eigenen Musikverlags. Während Salzburg eine Zeit des Nie-
    dergangs erlebte, baute sich Diabelli in Wien als Verleger-Komponist
    ein gutbürgerliches Leben auf und erwarb sogar den Titel des „k.k.
    Hof- u. priv. Kunst- u. Musikalienhändlers“.
    In der Salzburger Provinz geboren und im Kapellhaus der Stadt von
    Michael Haydn ausgebildet, nutzte Diabelli seine ausgezeichnete mu-
    sikalische Erziehung zeitlebens vor allem, um seine eigenen Komposi-
    tionen und tausende Arrangements zeitgenössischer Komponisten zu
    verlegen. Dabei ist – wie zumindest Leopold Kantner 1958 bemerkte –
    besonders in seinen kirchenmusikalischen Kompositionen ein tiefe „[...]
    Verbundenheit mit dem alpinen Raum bemerkbar, die seinen Werken
    jenes volkstümliche Gepräge gab, das viel zu seiner Popularität im
    edlen Sinne des Wortes beitrug“.
    Im Beitrag wird der Frage nachgegangen, inwiefern in den Kompo-
    sitionen und Arrangements eines aufstrebenden Vertreters des Wie-
    ner Bürgertums Schichten und Rezeptionsfelder der zeitgenössischen
    Volksmusik aufspürbar sind und ob und wie diese Anklänge durch die Popularität von Diabellis Drucken auf die Volksmusik des 19. Jahr-
    hunderts zurückwirkten.
Lizenz:
  • info:eu-repo/semantics/restrictedAccess
Quellsystem:
Forschungsinformationssystem der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/89a4f035-3a31-43b5-8a24-c0452b008ce4