Die Gestaltung von inklusivem (Geschichts-)Unterricht steht vor der Herausforderung, die Bedarfe der Schülerinnen und Schüler möglichst genau kennen zu müssen, um entsprechend darauf eingehen zu können, ohne sie dabei aber durch die Zuweisung von 'Labels' zu stigmatisieren oder die eigentliche Historizität des Unterrichts zu unterlaufen. Der Beitrag macht einen methodischen Vorschlag, wie dies durch eine zweiseitige Diagnostik gelöst werden kann. Hierin werden objektive fachdidaktische und allgemein didaktische sowie pädagogische Kriterien aufgestellt, mittels derer konkrete Aufgabenstellungen und gesamte Lerngruppen parallel analysiert werden können. Werden diese beiden Auswertungen anschließend zueinander in Beziehung gesetzt, ergeben sich daraus Handlungshinweise für Lehrpersonen.