Retrospektiver Vergleich des Therapieansprechens auf eine Interferon-α-Therapie zwischen Patient:innen mit einer chronischen Hepatitis-B-Monoinfektion und Patient:innen mit einer chronischen Hepatitis-B- und D-Koinfektion
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2024
Medientyp:
Text
Schlagworte:
Interferontherapie bei chronischer Hepatitis B und D
610: Medizin
44.61: Innere Medizin
Hepatitis-B-Virus
Hepatitis-D-Virus
Interferon
ddc:610:
Hepatitis-B-Virus
Hepatitis-D-Virus
Interferon
Beschreibung:
In der vorliegenden retrospektiven Datenanalyse eines monozentrischen Patient:innenregisters konnte bei Patient:innen mit sowohl einer HBV-Monoinfektion als auch mit einer HBV/HDV-Koinfektion unter einer Interferon-α-Therapie kein signifikantes Therapieansprechen beobachtet werden. Allerdings wurden zahlreiche sekundäre Endpunkte während der Therapie und auch im 5-Jahres Follow-up erfasst: unter anderem konnte während des gesamten Beobachtungszeitraums eine kontinuierliche Reduktion der HBV-Virämie erfasst werden. Gleichzeitig konnte im Laufe der Interferon-α-Therapie keine nachhaltige HDV-Suppression erzielt werden. Zudem wurden bei den HBV/HDV-Koinfizierten über den gesamten Beobachtungszeitraum steigende ALT-Werte beobachtet. Diese Dissertation stellt den begrenzten therapeutischen Effekt einer Interferon-α-Therapie auf das virologische und serologische Ansprechen von Patient:innen mit einer HBV-Mono- oder einer HBV/HDV-Koinfektion dar. Mit den Zulassungen innovativer Medikamente sollte die Behandlung mit Interferon-α demnächst als Standardtherapie der chronischen Hepatitis-B- und D-Koinfektion abgelöst werden.