Auswirkungen und Erleben der COVID-19-Pandemie bei Patienten/-innen mit Psoriasis in Deutschland

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Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Augustin, Matthias
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2022
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • 610: Medizin
  • 44.93: Dermatologie
  • ddc:610:
Beschreibung:
  • Die Versorgung von Patienten/-innen mit Psoriasis während der COVID-19- Pandemie ist aufgrund der Aktualität der Pandemie noch nicht ausreichend untersucht. Im Rahmen der vorliegenden Dissertation wurde ein Fragebogen mit zehn Items zur Analyse des Anteils der Patienten/-innen mit systemischer Psoriasis- Therapie, der organisatorischen Veränderungen bei der Versorgung dieser Patienten/-innen, der Aufklärung durch die behandelnden Dermatologen/-innen und des subjektiven Erlebens seitens der Patienten/-innen während der COVID-19- Pandemie entwickelt. Der Fragebogen wurde an die im Deutschen Psoriasis- Register (PsoBest) gelisteten Patienten/-innen (n = 8.621) verteilt. Insgesamt sandten 4.194 Patienten (58,2 %) und Patientinnen (41,8 %) den ausgefüllten Fragebogen zurück. Das durchschnittliche Alter im Kollektiv betrug 47,7 ± 14,2 Jahre. Ein Großteil (80,4 %) des Kollektivs erhielt auch während der COVID-19- Pandemie eine systemische Psoriasis-Therapie. 92,9 % der Patienten/-innen hatten die systemische Psoriasis-Therapie während der COVID-19-Pandemie nicht verändert oder abgesetzt; nur 4,8 % hatten ihre Medikation verändert. Dennoch bewerteten 15,2 % der Patienten/-innen die Pandemie als ernstzunehmendes Risiko. Weiter hatten die Patienten/-innen nur in Ausnahmefällen (7,2%) zusätzliche Maßnahmen zum Schutz vor einer SARS-CoV-2-Infektion mit ihren Dermatologen/-innen vereinbart. Die häufigste Maßnahme war der Ersatz von Praxisbesuchen durch telefonische Gespräche (n = 166). 43,6 % der Patienten/- innen gaben an, sich „Eher nicht“, oder „Gar nicht“ durch ihre Dermatologen/-innen hinsichtlich des Risikos der COVID-19-Pandemie informiert gefühlt zu haben. Eine Maßnahme zur Verbesserung der Aufklärung und Beratung ist die Teledermatologie. Dieses Verfahren ermöglicht eine bessere Anbindung von Patienten/-innen insbesondere aus Risikogruppen an die dermatologische Versorgung unter Pandemie-Bedingungen. Unerwartet war, dass ein Großteil der Patienten/-innen (82,1 %) ihr persönliches Befinden seit dem Auftreten der COVID- 19-Pandemie als unverändert wahrnahm. Die vorliegenden Ergebnisse können Dermatologen/-innen dabei unterstützen, die Betreuung ihrer Patienten/-innen auch unter Pandemien-Bedingungen zu verbessern.
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/10279