Eine Kritik des Gedächtnisbegriffes als soziale Kategorie

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Erscheinungsjahr:
2013
Medientyp:
Text
Beschreibung:
  • Der vorliegende Aufsatz diskutiert in konstruktiver Absicht die Rolle des Begriffes 'Gedächtnis' in der sozial-, geschichts- und kulturwissenschaftlichen Erinnerungsforschung. In einer Auseinandersetzung mit dem Konzept der mémoire collective bei Maurice Halbwachs wird in einem ersten Teil das begrifflich-historische Möglichkeitsbewusstsein erweitert. Die Kontextualisierung Halbwachs' im Gedächtnisdiskurs der vorletzten Jahrhundertwende unterstreicht, dass seine Vorstellung der mémoire eine dynamische und pluralisierende ist. Eine Analyse des Gebrauchs des Begriffes 'Gedächtnis' in der deutschen Forschungslandschaft zeigt im zweiten Schritt, dass besonders diese Bedeutungsschichten heute hinter statischen und homogenisierenden Konzepten zurücktreten. Vor diesem Hintergrund arbeitet der Aufsatz abschließend perspektivisch an einer Wiedergewinnung des Verständnisses für die dynamischen und pluralen Momente von Erinnerung. Dazu wird auf das Privatsprachenargument von Ludwig Wittgenstein zurückgegriffen.
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Forschungsinformationssystem der UHH

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oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/88316d1d-bfed-4bdb-af12-52568ad441d5