Motivationsunterschiede in der Inanspruchnahmepopulation einer Drogenambulanz für Jugendliche und junge Erwachsene

Link:
Autor/in:
Beteiligte Person:
  • Thomasius, Rainer (Prof. Dr.)
Verlag/Körperschaft:
Staats- und Universitätsbibliothek Hamburg Carl von Ossietzky
Erscheinungsjahr:
2010
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • Behandlungsmotivation
  • Veränderungsmotivation
  • Drogenambulanz
  • 610 Medizin, Gesundheit
  • 44.91 Psychiatrie, Psychopathologie
  • 77.72 Psychotherapie: Allgemeines
  • Kind
  • Jugend
  • Kinderpsychiatrie
  • Drogenabhängigkeit
  • Drogentherapie
  • Drogenabhängigkeit <Motiv>
  • Veränderungsmessung
  • Sucht
  • Sucht <Motiv>
  • ddc:610
  • Kind
  • Jugend
  • Kinderpsychiatrie
  • Drogenabhängigkeit
  • Drogentherapie
  • Drogenabhängigkeit <Motiv>
  • Veränderungsmessung
  • Sucht
  • Sucht <Motiv>
Beschreibung:
  • Hintergrund: In einer prospektiven, unizentrischen Beobachtungsstudie wurden Daten von N=115 behandelten weiblichen (n=26) und männlichen (n=89) Substanzkonsumenten mit einer substanzbezogenen Störung (ICD-10-Diagnose „abhängiger“ oder „schädlicher Gebrauch“ einer oder mehrerer psychoaktiver Substanzen) im Alter von 13-33 Jahren erhoben. Untersuchungszeitraum und Datenerhebung waren Februar bis November 2008 in der DAA am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Methoden: Die Messung der Veränderungsbereitschaft erfolgte mit Hilfe des Fragebogens zur Erfassung der Veränderungsbereitschaft (FEVER), allerdings innovativ über die „Netto-Veränderungsbereitschaft“ (= „Handlungstendez“ minus „Precontemplation“). Soziodemographische Angaben sowie die Substanzaffinität der Patienten wurden durch Interview und Fragebogen erhoben. Alle ICD-10-Diagnosen-Störungen wurden den Polikarten der DAA entnommen. Der RAFFT-Fragebogen wurde als ein Screeningverfahren für riskantem Alkohol- bzw. Drogenkonsum eingesetzt. Zur Erfassung der Selbstwirksamkeitserwartung des Patienten wurde die Skala zur Allgemeinen Selbstwirksamkeit (SWE) und zur Erfassung der psychischen Grundbelastung die Kurzform der Symptom-Checklist (SCL-90-R) verwendet. Statistische Auswertungen erfolgten über Chi2-Teste und über t-Teste. Ergebnisse: Patienten über 21 Jahre sind signifikant höher veränderungsmotiviert als Patienten unter 21 Jahren. Eher veränderungsbereite Patienten der DAA weisen größtenteils günstigere, nämlich intrinsische („eigen motivierte“) Vorstellungsgründe auf. Die Anzahl psychisch komorbider Störungen steht in Zusammenhang mit der Veränderungsmotivation: Veränderungsbereite Jugendliche und junge Erwachsene weisen eher weniger von solchen Störungen auf. Limitationen: Die Ergebnisse gelten vermutlich am ehesten für Großstädte und männliche Patienten. Die Interviewdaten gehen nicht sehr in die Tiefe, da die Studie nicht eigens zur Überprüfung der Leidensdruck-Hypothese konzipiert wurde. Schlussfolgerung: Die beobachteten Indikatoren der Veränderungsmotivation lassen sich mehrheitlich (manchmal aber nur indirekt) vor dem Hintergrund des psychodynamischen Konzepts des Leidensdrucks verstehen.
Lizenzen:
  • http://purl.org/coar/access_right/c_abf2
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
  • No license
Quellsystem:
E-Dissertationen der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:ediss.sub.uni-hamburg.de:ediss/3767