Biografische Lebenswelten von Migranten

Link:
Autor/in:
Verlag/Körperschaft:
Universität Hamburg
Erscheinungsjahr:
2015
Medientyp:
Text
Beschreibung:
  • Die Untersuchung analysiert den Datensatz des Mikrozensus 2009. Sie verwendet vornehmlich ein multivariates sozialwissenschaftliches Forschungsinstrument, die Biografischen Lebenswelten (Anlage 1 im Anhang) und ein Verfahren zur Einstufung von Personen in soziale Schichten (Anlage 2). Die Übersicht Anlage 3 zeigt die nach Biografischen Lebenswelten und sozialen Schichten geordneten Daten. Sie werden zunächst beschreibend aufgearbeitet und zu Ende des Textes unter der Überschrift Ausblick zusammengefasst. Die Vorgehensweise basiert auf entdeckender Methodologie. Wir erläutern sie zusammen mit dem Untersuchungsentwurf in Anlage 4.

    Zusammenfassung der Ergebnisse:
    • 20% der Wohnbevölkerung in Deutschland ab 14 Jahren haben einen Migrationshintergrund (abgekürzt Mig). Sie sind kulturell, sozial und ökonomisch heterogen.
    • 60% von ihnen stehen in ihrer mittleren, sozial und ökonomisch aktiven Lebensphase. Das entspricht dem Anteil bei Deutschen ohne Migrationshintergrund (abgekürzt oMig).
    • Relativ mehr Zuwandernde als Deutsche oMig stehen in der Ausbildung und weniger als diese sind Rentner/Rentnerinnen. Es gibt relativ mehr junge und weniger ältere Migranten als in der heimischen Bevölkerung.
    • Ihr Sozialstatus liegt deutlich unter dem der Deutschen ohne Migrationshintergrund. Er ist stark vom Herkunftsland abhängig. EU-27-Zuwanderer haben etwa gleiches Sozialniveau wie Deutsche; die aus Amerika Zugewanderten höheren, die aus der ehemaligen Sowjetunion, der Türkei und Afrika im Durchschnitt niedrigeren Sozialstatus.
    • Migrantinnen sind in der Arbeitswelt doppelt benachteiligt: Frauen gegenüber Männern und Migrantinnen gegenüber einheimischen deutschen Frauen.
    • Die Frauenrollen, gemessen am Zugang zum Arbeitsmarkt, sind am traditionellsten bei Migrantinnen aus außereuropäischen Ländern, am fortschrittlichsten bei denen aus den EU-Ländern und Amerika. Das Konzept der „modernen Hausfrau“ wird diskutiert.
    • Die demografisch begründete „alternde Gesellschaft“ existiert im öffentlichen Bewusstsein; der Umgang mit den nachkommenden Migranten-Generationen ist die Aufgabe der Zukunft.
  • Die Untersuchung analysiert den Datensatz des Mikrozensus 2009. Sie verwendet vornehmlich ein multivariates sozialwissenschaftliches Forschungsinstrument, die Biografischen Lebenswelten (Anlage 1 im Anhang) und ein Verfahren zur Einstufung von Personen in soziale Schichten (Anlage 2). Die Übersicht Anlage 3 zeigt die nach Biografischen Lebenswelten und sozialen Schichten geordneten Daten. Sie werden zunächst beschreibend aufgearbeitet und zu Ende des Textes unter der Überschrift Ausblick zusammengefasst. Die Vorgehensweise basiert auf entdeckender Methodologie. Wir erläutern sie zusammen mit dem Untersuchungsentwurf in Anlage 4.
Lizenz:
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
Quellsystem:
Forschungsinformationssystem der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/65a8d22e-4fe5-4d59-bab8-82ed8df47cae