Augmentative Communication for Everyone?:Follow-Up Study on Sign-Learning Behavior in Inclusive Daycare Groups , Unterstützte Kommunikation – ein Angebot für alle?:Follow-up-Untersuchung zum Gebärdenlernverhalten in inklusiven Kindertagesgruppen

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Autor/in:
Erscheinungsjahr:
2023
Medientyp:
Text
Schlagworte:
  • Lautsprachunterstützende Gebärden (LUG)
  • Sprachentwicklung
  • Inklusion
  • Kita
  • Längsschnitt
Beschreibung:
  • Partizipation und soziale Teilhabe hängen maßgeblich von erfolgreicher Kommunikation ab. Um den heterogenen kommunikativen Bedürfnissen von Kindern in inklusiven Kitagruppen gerecht zu werden, wurden pädagogische Fachkräfte in der Verwendung von lautsprachunterstützenden Gebärden fortgebildet. Die vorliegende Studie untersucht das Gebärdenlernverhalten der Kinder im Längsschnitt. Mit Fragebögen wurden 18 Monate nach Beginn der Implementierung Daten von 124 Kindern im Alter von 17 bis 70 Monaten erhoben. Es zeigte sich für lebensweltlich einsprachige bzw. lebensweltlich deutschsprachige (L1) und für bilingual aufwachsende Kinder (2L1) ein signifikanter Zusammenhang zwischen dem Sprachentwicklungsstand im Deutschen und der Anzahl der erlernten Gebärden: Höhere Punktzahlen in einem standardisierten Sprachscreening gingen mit einem größeren Gebärdenwortschatz einher. Zudem erlernten Kinder mit einem frühen Zweitspracherwerb des Deutschen im Durchschnitt mehr Gebärden als L1- und 2L1-Kinder mit einem vergleichbaren deutschen Sprachniveau. Folglich erwerben Kinder sowohl mit geringen als auch guten Sprachkompetenzen in inklusiven Kitagruppen durch Modeling Gebärden. So kann die Basis für eine weitere gemeinsame Kommunikationsform geschaffen werden, von der auch Kinder, die Deutsch als frühe Zweitsprache erwerben, profitieren könnten.
  • Participation and social integration significantly depend on successful communication. To meet the heterogeneous communicative needs of children in inclusive daycare groups, educators are trained in Key Word Signing (KWS). This longitudinal study investigates the children's sign-learning behavior. Eighteen months after the initial implementation, we collected data from 124 children aged 17–70 months by means of questionnaires. For monolingual (L1) and bilingual children (2L1), we found a significant correlation between the level of language development in German and the number of signs acquired: Higher scores in a standardized language screening were associated with a larger sign vocabulary size. Children who acquired German as an early second language learned more signs than L1 and 2L1 children with an equivalent level of German on average. Therefore, children with both low and good language skills learn signs in inclusive daycare groups through modeling. This can create the basis for another common form of communication, particularly benefiting children acquiring German as an early second language.
Lizenz:
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
Quellsystem:
Forschungsinformationssystem der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/2fbf6488-e647-40ed-9f93-06e949735ffe