Große Schmiergeldzahler:trotz internationaler Verbote bestechen viele Konzerne ausländische Auftraggeber

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Erscheinungsjahr:
2010
Medientyp:
Text
Beschreibung:
  • Bis 1999 war es deutschen Unternehmen erlaubt, für Aufträge im Ausland zu bestechen. Das hat sich geändert, aber längst nicht alle deutschen Firmen halten sich daran. Auch Konzerne aus anderen Staaten helfen gern nach. Strafverfolgung haben sie kaum zu fürchten, die Wirkung internationaler Übereinkommen zur Bekämpfung der Korruption ist sehr begrenzt.
  • Geht man die Fälle durch, in denen deutsche Großkonzerne in den letzten Jahren der Bestechung im Ausland überführt wurden, dann fragt man sich, ob der langjährige Exportweltmeister nicht auch als Weltmeister im Bestechen zu gelten hat. So sind unter anderem Mitarbeiter von Siemens, MAN und Daimler der Auslandsbestechung im großen Stil angeklagt worden. Während Siemens milliardenschwere Kraftwerksaufträge nur mit Schmiergeldzahlungen zu erhalten glaubte, wurde bei Daimler der Verkauf von Bussen, Personen- und Lastwagen damit eingefädelt. Bei MAN ging es um den Verkauf von Gaspipeline-Technik an eine staatliche Gasfirma in Kasachstan mit Hilfe „nützlicher Aufwendungen“ – so die Sprachregelung in vielen Konzernen für Bestechungsgeld.
Lizenz:
  • info:eu-repo/semantics/openAccess
Quellsystem:
Forschungsinformationssystem der UHH

Interne Metadaten
Quelldatensatz
oai:www.edit.fis.uni-hamburg.de:publications/9f336547-f194-4936-82f1-cbc5c6affaf7