Angela Grotheer und Joachim Schröder zeigen in ihrem Beitrag anhand von ersten Ergebnissen des Forschungsprojekts Barrierefreiheit im Asyl und in der Duldung – am Beispiel von Hamburg die Wohnsituation für Flüchtlinge mit Behinderung auf. Dafür skizzieren die Autorin und der Autor im ersten Schritt die Hamburger Baupolitik und die Berücksichtigung der Barrierefreiheit in den Erstund Folgeunterkünften. Indem die Baupolitik und unterschiedliche Unterkünfte in Hamburg beleuchtet werden, wird deutlich, dass Erstaufnahmeeinrichtungen und Folgeunterkünfte nicht als barrierefrei, manche von ihnen höchstens als barrierereduziert, bewertet werden können. Im Anschluss werden anhand eines Interviews mit einem Flüchtling mit Behinderung die Perspektive eines Betroffenen und die verschiedenen Barrieren entlang seiner Wohnkarriere beschrieben. Der Beitrag schließt mit handlungsrelevanten Konsequenzen für die Begleitung von Flüchtlingen mit Behinderung ab.